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Die Firma
Die
Büchsenmacherei Reuel wurde am 30.1.1932 durch Herbert Reuel sen.
gegründet, welcher von 1924-1927 den Beruf des Büchsenmachers bei der Fa.
Weiß in Brachttal erlernte. Dies war in der damals wirtschaftlich
schwierigen Zeit kein leichtes Unterfangen; trotzdem entwickelte
sich der kleine Werkstattbetrieb schnell zum kompetenten Partner für
Sportschützen und Jäger.
Nach erfolgreichem Ablegen der Meisterprüfung im
Büchsenmacherhandwerk im Jahre 1939 konnte sich die Firma
Meisterbetrieb nennen. Leider wurde diese positive Entwicklung durch
den beginnenden 2.Weltkrieg jäh gestoppt, da Herbert Reuel sen. als
Waffenmeister eingezogen wurde und erst nach langer
Kriegsgefangenschaft 1950 aus Russland heimkehrte.
Schon früh war dem 1934 geborenen Sohn Manfred Reuel klar, den Beruf
zu erlernen und den Betrieb weiterzuführen.
Noch während der Gefangenschaft seines Vaters begann er die Lehre
zum Büchsenmacher im Jahre 1948 bei der Firma Wegener in
Marktheidenfeld. Nach Heimkehr aus der Gefangenschaft gründeten
beide die Fa. Reuel neu. Auch dies war, aufgrund der
Besatzungsregeln, wieder kein leichtes Unterfangen.
Liebe zum Beruf, handwerkliches Geschick, aber auch die Passion des
Jägers und aktivem Sportschützen halfen die ersten schwierigen Jahre
zu überstehen. In der Zeit der Wiederbewaffnung der Jäger und
Sportschützen entstanden Kundenbeziehungen, auf die wir bis heute
mit Stolz zurückschauen. Es wurden einige Lehrlinge im
Büchsenmacherhandwerk ausgebildet, die auch heute noch, teils mit
eigenen Büchsenmachereien, im Berufsleben stehen.
Die eigene Schießanlage "Zum Hasennest" wurde 1968 fertig gestellt.
Mit den drastischen Einschränkungen, hervorgerufen durch ein wie
immer kopf- und planlos zusammen gebasteltes Waffengesetz der
damaligen Regierungskoalition, erlebte die zivile Waffenbranche
einen erneuten Nachfrageeinbruch. Schwierige Jahre begannen.
Im Jahre 1972 legte Manfred Reuel, einer guten Tradition folgend, die
Meisterprüfung erfolgreich ab.
Herbert Reuel sen. verstarb 1975 nach kurzer, schwerer Krankheit.
Auch Herbert Reuel jun., Sohn von Manfred Reuel, beginnt im Jahr
1973 die Lehre zum Büchsenmacher bei der Fa. Kind in Gumersbach und
beendet sie 1977 erfolgreich. Danach tritt er in den väterlichen
Betrieb ein, welcher sich im Jahre 1990 in Fa. Waffen-Reuel & Sohn
umbenennt. Herbert Reuel jun. legt im Jahre 1990 erfolgreich die
Meisterprüfung ab. Auch er ist aktiver Sportschütze und Jäger. Mit
dem Wiedereintritt von Thomas Nowak wird die Firma 1995 in Fa.
Waffen-Reuel & Co. umbenannt. Der Sohn der Lebensgefährtin von
Manfred Reuel erlernte von 1980 bis 1984 den Beruf des
Büchsenmachers bei der Fa. Manfred Reuel, die er danach verließ. In den darauf folgenden Jahren
war er in verschiedenen Bereichen der Branche tätig. Seine
Meisterprüfung legte er 1989 ab. Er ist ebenfalls aktiver
Sportschütze und Jäger.
Manfred Reuel setzt sich 1997 krankheitsbedingt zur Ruhe,
unterstützt allerdings nach erfolgreicher Genesung das Team nach
Kräften.
Als neue Herausforderung scheinen sich die Regelungen des neuen
Machwerkes aus Berlin, genannt "Waffengesetz von 2003", zu
entwickeln.
Es wird interessant sein, die Entwicklung der Branche und somit auch
der Fa. Waffen-Reuel & Co. zu beobachten.
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